Habitat – Eine melancholische Erinnerung an die Vergänglichkeit
Unter der Annahme, dass unser Universum ein abgeschlossenes System ist, wird alles Leben in ihm irgendwann einmal erlöschen. Die Arbeit Habitat ist eine Prozessarbeit, wobei ich als Künstlerin von der Idee geleitet wurde, eine Welt zu kreieren, die abgeschlossen von ihrem Umfeld einzig in sich und wie ein geschlossenes System existieren kann.
Die Installation besteht aus leuchtenden Objekten, traditionelle Glühbirnen, in welchen jeweils ein kleiner Pflanzenabschnitt der Familie Droseraceae, der Gattung der fleischfressenden Pflanzen, in einem Nährmedium platziert ist. Ausgestattet mit einem LED-Licht und luftdicht verschlossen wird durch die Interaktion von natürlichen und technischen Prozessen ein einzigartiges Ökosystem geschaffen. Zusammen wirkt alles wie ein Labor zur Erforschung der Lebensbedingungen in einem geschlossenen Kreislauf. Einmal den kleinen Pflanzenteil in Position gebracht, wächst dieser auf sein größtmögliches, stets dem Licht entgegen. In Analogie zum Menschen strebt dieser nach Höherem, um am Ende durch den Wachstum das Licht zu verschatten und sich somit der eigenen Existenz zu berauben. Diese Installation überschreitet die Genregrenzen von Kunst, Technik und Naturwissenschaften und ist in Kooperation mit dem Institut für Nutz- und Zierpflanzen Kühnhausen/ Forschungsstelle für gartenbauliche Kulturpflanzen, Kühnhausen, entstanden.


Installationskunst verschiedene Materialien (Glühbirnenkörper mit fleischfressenden Pflanzen [Droseraceae], Nährmedium, LEDs, Kabel)
variable Größe